Ein kräftiger Stoß versetzt sie in Bewegung. Nach kurzzeitigem Höhenflug beginnt ein zermürbender und turbulenter Absturz. Von allen Seiten angerempelt ist die Kugel nur noch ein Spielball ihres Käfigs, dem Flipperautomaten. Das System in dem sie gefangen ist lenkt und manipuliert sie wie SuperRTL eure Kinder.

Es sind nur wenige Sekunden, wenn die Kugel für einen Augenblick in der Schwebe steht, dass sie sich frei fühlen kann, dann wenn der letzte Schlag seine Kraft verliert und der nächste noch maximal weit entfernt ist. Kaum folgt das Kügelchen wieder den Gesetzen der Schwerkraft steuert es auf das nächste Unheil zu. Was wird es dieses mal sein? Ein schmerzhafter Sidekick, eine turbulente Ping-Pong Einlage oder gar der Absturz in das unendlich schwarze Loch wo der Tod auf sie wartet. So scheint dieses hin und her geschleudert zu werden doch der Lebensretter der Kugel zu sein. Sobald kein Schlag sie mehr trifft rollt sie ungebremst auf den Abgrund zu. Dort hin wo sie sich eine Hölle oder einen Himmel einredet, denn die Vorstellung da käme nichts mehr, nach ihrem all zu wichtigen Dasein, wäre doch all zu demotivierend.

So ereilt manch einen das Gefühl selbst auch nur Spielball unseres ganz spezifischen Systems zu sein. Kein Flipperautomat, doch gibt es Parallelen. Vom Tag der Geburt an werden dem jungen Menschen Strukturen anerzogen die typisch für den jeweiligen Kulturkreis sind. Dies macht so lange Sinn bis er eigenständig sein Leben meistern kann, dann allerdings werden die wenigsten aus den Strukturen ausbrechen können. Niemals wurde ihnen gesagt, dass es nicht nur dieses eine richtige Modell gibt. Es wurde ihnen beigebracht, dass „Richtig“ etwas ist, dass einmalig ist. Wenn, wie es ihnen beigebracht wurde, das System in dem sie leben gut und richtig ist, dann gibt es kein weiteres Richtig. Es gibt immer nur ein „richtig“. Eine in sich geschlossene Gesellschaft toleriert in den eigenen Reihen keine anderen Funktions- oder Denkweisen. Daher gibt es diesen Ausbruchsgedanken der sich durch die Generationen zieht. Der Mensch will frei sein, selbstbestimmt handeln und sich frei äußern können. Seine Lage jedoch ist ähnlich verzwickt wie die der Flipperkugel. Er ist in einem Systemkäfig eingeschlossen, und egal wo es ihn hintreibt, kommt er an den Rand wird er mit einer Wucht, wie sie nur die Rechte einer bayerischen Hausfrau noch aufzubringen vermag, zurück in die Mitte katapultiert. Völlig benommen und verloren taumelt er dann umher bis er die nächste Schelle kassiert, die ihn zurechtweist. So erzieht das System sich seine Gesellschaft durch die Zeit, nicht um sie zu schikanieren, sondern aus einem reinen nachhaltigen Profitgedanken heraus. Denn jeder profitiert von Gesellschaft, doch ist es das System, das funktionieren muss. Ist das Haltbarkeitsdatum eines Systems abgelaufen wird die Gesellschaft unruhig, bekommt angst, ist sich unsicher. Sie wird wütend wenn sich nichts bessert und richtet sich gegen das eigene System. Doch kann keine Gesellschaft ohne System weiter existieren, sie würde sofort zerbrechen. Also, System und Gesellschaft gehen Hand in Hand wie frisch verliebte Teenager. Das System wächst mit der Gesellschaft mit.  Je mehr sich einbringen können desto besser das Verhältnis von Gesellschaft zu System. Scheint das System eines Tages dem Volk aus den Händen zu gleiten, weil sich wenige Mächtige die Gestaltung des Systems unter den Nagel gerissen haben, kann dies nur Probleme mit sich bringen. Dann ist der Punkt erreicht an dem die Win-win-Situation nicht mehr besteht. Das System nutzt sein Volk aus, das Volk steckt in einer Zwickmühle. Es muss das System stürzen und neu strukturieren um das Gleichgewicht wieder herzustellen aber kann ganz ohne System nicht sein. Ein Einzelner kann weglaufen, eine Gesellschaft kann das nicht. Sie wird früher oder später zuschlagen müssen und über Leichen gehen wie ein Friedhofsgärtner.

Aber zurück zum Flipperautomaten und der kleinen Kugel die in ihrem ganz persönlichen Käfig ihr Dasein fristet. Was wenn wir über den Rand des Flipperautomaten hinausschauen. Uns das Wesen ansehen, das den Automaten schließlich bedient. Wer ist das? Ein Flipperkönig? Ein Überwesen? oder viel mehr Rainer von der Waschstraße der nach Feierabend seiner Spielsucht nachgeht? Wenn die Kugel ein Gesellschaftsmitglied ist, der Flipperautomat das System und sein Universum darstellt, dann muss Rainer das sein was man als Gott bezeichnen würde. Denn Rainer hält die Fäden in der Hand. Aber kann ein Gott wirklich spielsüchtig und Mitarbeiter bei einer Waschstraße sein? Zumindest hält er, Rainer, das Kügelchen am Leben. Rainer und seine Geschicklichkeit entscheiden über Leben und Tod, und wer lebt muss in diesem System augenscheinlich leiden. Aber vielleicht gibt es ja doch eine Lösung zu dem Problem, zumindest auf persönlicher Ebene.  Denn wie lange ist ein Problem ohnehin ein Problem? Solange bis es gelöst ist sollte man meinen. Aber welches Problem ist schon jemals wirklich vom Tisch? Meist schafft man sich Probleme vom Halse indem man sich früher oder später Abfindet, indem man akzeptiert. Also akzeptiert man sein fremdgesteuertes Leben, findet sich mit seinem Käfig ab und kann dann beginnen das Positive an seinem Leben zu sehen und sein Glück zu finden. Man löst sich vom Gefühl gefangen zu sein ohne aus dem System auszubrechen, man findet seinen ganz eigenen Weg inmitten eines existierenden Straßennetzes, denn unser System ist doch um einiges flexibler und komplexer als ein Flipperautomat. Der Druck von außen, die Ängste können einen Menschen blind für die Abzweigungen werden lassen. Die Erziehung schickt dich auf eine Schnellstraße die nicht jedermanns Sache ist. Wer von dieser Autobahn abfährt wird sich erst orientieren müssen und viel Zeit damit verbringen Routen abzufahren die einem nicht zusagen. Am Ende lohnt sich dieser Ausflug immer. Entweder um dort sein Glück zu finden, oder zu erkennen, dass die Schnellstraße doch gar nicht so schlecht war wie man sie wahrgenommen hatte und eben diese wieder aufzusuchen.

So sehr das für den Einzelnen funktionieren mag, das Problem mit dem Ungleichgewicht zwischen System und Gesellschaft bleibt bestehen. Sobald eine Gesellschaft beginnt ihr System mehr und mehr als Käfig wahrzunehmen beginnt die Waage zu wanken. Wie jedes Ungleichgewicht, wird auch dieses irgendwann zum Absturz führen.

Du kleiner Hüpfer du. Du kleiner, hopsender Hoppel-Hase. Du naives kleines Kaninchenwesen. Die Lebensfreude scheint dich abzustoßen, doch liegt es an deiner gummiartigen Beschaffenheit, dass du überall abprallst – Du Gummi-Hase du!

Und sie hoppelten…

Der Sprung verhalf ihnen zu einem Adrenalinstoß, der sie kurzzeitig von ihrem tiefsitzenden Gefühl von in Angst getränkter Bedeutungslosigkeit ablenkte. Der kurze Moment in der Luft ließ sie träumen und für wenige Sekunden fühlten sie sich losgelöst von sämtlichen Zwängen. Also hoppelten sie weiter, sprangen von oben nach unten, hinten nach vorne, links nach rechts. Blieben niemals lange an einer Stelle  – blieben nie lange bei einer Sache. Sobald es unangenehm wurde wechselten sie das Terrain.

Sie versuchten die Alternativlosigkeit, ihres von fremder Hand vorgefertigten Lebenswegs, irgendwie erträglich zu machen – Durch Verdrängung. Das Hoppeln als Verdrängungsinstrument gab ihnen das Gefühl nicht gefangen in einer Maschinerie zu sein, die sie nur loslassen würde wenn sie sich einem Leben in Armut, im Abseits, fernab gesellschaftlicher Anerkennung widmen würden. Das Hoppeln war ihr Leben, ihr Pseudosinn, das Mittel ihre Träume greifbar nah erscheinen zu lassen, waren diese doch angesichts ihrer Herangehensweise unendlich fern. Wer rastet rostet. Ruhe und Stillstand trieb sie in den Wahnsinn wie Carmen Geiss ihren Mann. Schnell wurden sie ungeduldig. Ungewollte Gedanken sprießten in ihren kleinen Kaninchenhirnen. Sie suchten also sich abzulenken, das Hoppeln, ein probates Mittel den unsichtbaren inneren Jäger auf Distanz zu halten. Ein Jäger in Form eines inneren Unterdrucks, einer bedrückenden Leere die nach Inhalt dürstet. Eine wählerische Leere die sie trieb, sie mit dem zu füllen was sie zufrieden stellen würde. Sie steckten in der Zwickmühle selbst Jäger und Gejagte zu sein, aber wie aus diesem Teufelskreis ausbrechen? Nichts schien zu funktionieren. Sie hoppelten von Geld über Konsum zu Arbeit, Reisen, Pringles, Kinderschokolade und Medikamenten. Nichts von alle dem konnte die innere Leere langfristig ausfüllen. Also suchten sie weiter und sprangen von Angebot zu Angebot, von Lifestyle zu Lifestyle, von Partner zu Partner, von Wohnort zu Wohnort, von Überzeugung zu Überzeugung, von RTL zu RTL II und zurück. Sie konsumierten Leben statt es zu leben. Denn dazu waren sie nicht in der Lage. All zu fremd waren sie sich geworden – kannten sich selbst nicht. Kannten nur das was aus ihnen gemacht worden war und was sie nicht rechtzeitig, nicht korrekt zu bekämpfen wussten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Müde vom vielen Springen setzten sie sich eines Tages erschöpft und ausgelaugt auf den Boden der scheinbaren Tatsachen. Sie fühlten sich elend, als hätten sie ein dutzend Biere und eine Flasche günstigen Amaretto auf leeren Magen gekippt. Sie hatten alles ausprobiert. Sie hatten alles „angetestet“, hatten die Welt bereist, sämtliche 5 Minuten Terrine Geschmacksrichtungen in ihrer Einbauküche zubereitet – um nichts zu verpassen. Nichts hatte die Leere füllen können. Sie hatten versucht Sinn und Sicherheit zu konsumieren als wären dies simple Güter gleich einer Handtasche oder einer Thailänderin. Sie waren von Beginn an zum Scheitern verurteilt, denn sie zogen ohne Schlachtplan in einen Krieg um ihr Selbst, um die Integrität ihres Wesens.

Ein Krieg deshalb, weil „Das System“ alles tat um die Häschen auf ihrem Weg zur Selbstfindung auf die falsche Fährte zu locken. Unbemerkt schickte es sie wieder und wieder durch ein und die selbe Spirale. Ein Mensch der mit sich selbst im Reinen ist, ist schwer zu kontrollieren, zu steuern und zu übermäßigem Konsum zu motivieren. Der Mensch muss ein gewisses Maß an Angst und Leere verspüren, um der wirtschaftlichen Effizienz und der politischen Stabilität willen. „Das System“ war wohl organisiert und überließ nichts dem Zufall. Es war perfide und hinterhältig, hatte sich unbemerkt in ihren Köpfen breit gemacht, um seine Psychoseuche anzusiedeln. Ein Drogencocktail, gleichermaßen gespickt mit Uppern und Downern, was bei den Infizierten gezwungenermaßen zu innerer Zerrissenheit führte.  Einen klaren Gedanken zu fassen schien unmöglich.

Sie resignierten also, akzeptierten etwas von dem sie nicht einmal wussten was es war, blieben auf dem letzten Feld stehen und entschieden sich, sich mit dem „Nicht-Finden“ abzufinden. Mit der Leere zu leben. Damit zu leben ein Leben zu leben, dass nicht ihres war. Damit zu leben sich Glück und Lebensfreude von nun an anzulügen. Sie hatten ihr um Hilfe schreiendes inneres Kind, angesichts der vielen Reize von Außen überhört und somit die Angst und Leere überhand gewinnen lassen. Er war also nach wie vor da, ihr innerer Jäger. Ihre Augenbinde ermöglichte es ihnen zumindest zu glauben er könnte weg sein. Doch hatte er nur darauf gewartet, dass die kleinen Hoppel-Häschen müde und unaufmerksam werden, wie Schulkinder nach 5 Minuten Unterricht. Er war nun bereit seinen Zug zu machen, pirschte sich im gelbgrauen, vertrockneten Gras der Verdrängung an und überwältigte seine Beute mit einer Selbstverständlichkeit wie sie nur noch ein Hedgefonds-Manager beim Fixen im Park an den Tag legen könnte.

„Hoppla!“. Da standen sie nun. Endgültig zu keinem klaren Gedanken mehr in der Lage. Von der Angst gelähmt, von der Leere erdrückt. Nur noch kümmerliche, wartende Wesen. Warten auf die hoffentlich finale Erlösung – den Tod.

Haltet die Ohren steif,

DerLabersack

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weichgespült Scheint es nur so, oder ist alles „weichgespült“? Man drückt sich gesittet aus, eckt nicht an, äußert Kritik nur dann wenn sie in die Konvention passt. Mann flucht nicht, streitet kaum ausgelassen, geht sich vorsichtshalber aus dem Weg, führt lieber Smalltalk um nicht in Schwulitäten zu geraten. Traut sich nicht mehr „Neger“ zu sagen, Frauen zu beschimpfen oder irgendwelche Rand-gruppen wie Kinder, Behinderte oder Opelfahrer offen zu hassen.

Man tut nichts, und man darf vor allem auch nichts. Thilo Sarrazin redet einen beliebigen, lachhaften Bullshit und die Medienlabersäcke fühlen sich berufen Partei zu ergreifen um die Empörung noch weiter auf die Spitze zu treiben. Wieso sich aufregen. Einfach nur ein Mann der etwas außerhalb der Norm gesagt hat – verboten in Deutschland! Natürlich nicht per Gesetz. Das interessiert sich mehr für Menschen die öffentlich kundtun, dass sie mehr mit Drogen zu tun haben als das frankfurter Bankenviertel. Oder für verwirrte Scheidungskinder die kundtun, dass sie Mütter ficken, ficken wollen oder gefickt haben – bevorzugt in den Analtrakt. Man weiß nicht weshalb – doch hier wird einfach wirr drauf los zensiert! Zum Schutze. Hier und da gezielt angebrachte Gesetze, aber vor allem haarsträubende Konventionen und oberflächliche Neomoral machen es dem Individuum unmöglich individuell zu sein. Man kann nichts „eigenes“ äußern. Also plappert die Masse einfach das nach, was ihr als massengerecht verkauft wurde. Das Verlangen nach Individualität geht flöten wie in der Adventszeit Drittklässler auf dem Marktplatz. Warum sonst der ungebrochene Ansturm der fleißigen Konsumenten auf die Angebote und Marketingstrategien die auf „Individualität“ anspielen. Natürlich weil das tiefe Verlangen nach Individualität, im Alltag, absolut untergeht und an seltsamen Sitten erstickt, verhungert, verkümmert, verreckt. Wen kümmert’s – Kauf ich mir halt eine ganz individuelle iPhone-Hülle und ein Konrad-Adenauer-Brillengestell um meine Persönlichkeit nach außen zu tragen. Es ist natürlich schwierig Umstände zu bewerten und  aus der Masse auszubrechen wenn bereits die Art wie wir denken und ganz besonders das was wir denken so stark von außen manipuliert wurde und wird. Unsere freien Gedanken werden uns bereits genommen wenn uns verboten wird diese frei zu äußern, was früh schon Eltern und andere „Erzieher“ erledigen. Dieser Umstand veranlasst uns unsere Gedanken zu überdenken und sie schließlich hinsichtlich der allgemeinen Meinung neu zu bewerten. Und schon werden aus „deinen“ Gedanken im Idealfall „ihre Gedanken“ – eine Kollektivdenkweise entsteht der wir alle mehr oder weniger ausgeliefert sind. Ein Umstand, der wohl unabdingbar für Gesellschaft ist und mit dem sich jeder zumindest abfinden muss will er ein Teil sein. Je stärker sich die eigene Meinung von der Kollektivdenkweise abhebt, desto schwerer ist es die Tage zu überstehen. Alles dauert länger, man kann auf viele bestehende Strukturen nicht zurückgreifen da diese einem zuwider sind. Man muss sich ein sehr individuelles, eigenes Lebenskonzept schaffen und sich an die Umsetzung des Modells machen bevor die Zeit dich verschluckt und du im Magen der „Weich-gespülten“, der Mitläufer, der Mutlosen landest. Das ist das Schicksal der Jugend. Denn jeder von uns befindet sich in einer bestimmten Phase seines Lebens an diesem Punkt an dem ihm irgendwie alles nicht so recht passt – das Problem ist, dass die Mehrheit sich aus angst einfach doch anpasst. Mut zum weiterdenken, Mut zum anecken hat hinsichtlich einer inneren Ohnmacht fast keiner. Mut macht angst, doch mutige Menschen braucht das 21. Jahrhundert. Schaut man sich um ist davon nichts zu sehen – zu sehen sind Mitläufer – Anhänger einer Strömung an die sie selbst nicht so recht glauben können. Und doch tun sie es – laufen mit, spielen das Spiel nach den alten Regeln und bestellen sich ein halbes Dutzend Vodka Bull an der Bar um damit zurechtzukommen. Um damit zurechtzukommen, dass sie ihr Wesen, ihr Dasein und ihr Leben wie deportierte Osteuropäerinnen prostituieren. Sie wurden weichgespült. Mit hunderten kleiner Tricks ruhig gestellt und gefügig gemacht. Der nächste Schritt der Ruhigstellung der „kritischen Bevölkerungsgruppe“ wäre dann wohl die Legalisierung von Kush… Die Politik muss sich ernsthaft die Frage stellen, wie sie diese Gesellschaft beisammen halten möchte. Denn sie droht zu zerfallen wie der weibliche Körper nach 30 Jahren Lebenszeit – und nichts anderes wünsche ich mir hinsichtlich der herrschenden Zustände – Zerfall. Einigkeit und Recht und Freiheit sind entweder nicht existent, oder habe ich sie einfach nur falsch interpretiert, denn die Zustände in Politik, Wirtschaft, Gesellschaft werden keiner dieser großen Vokabeln gerecht. Einem kranken Gaul schießt man in den Kopf, einem kranken Menschen gibt man Medizin aber was macht man mit einer kranken Gesellschaft? Der Markt nutzt ihre Schwäche und beutet sie aus! Wir dürften wohl die Blutkörperchen sein die die von außen infiltrierten Krankheitserreger im Organismus verteilen. Und warum? Weil wir nicht die Eier haben den großen Strömungen entgegenzuwirken, weil es uns zu anstrengend ist, weil wir angst haben wie Kinder vor Kleiderschränken.

Ich habe keinen bock mehr mir die Scheiße reinzuziehen die ihr irgendwo aufgeschnappt habt, die 1000-fach verdaut wurde, und von euch wieder und wieder in meine Ohren ausgeschissen wird. Äußert eigene Gedanken auf eure eigene Weise oder schweigt – und die Welt wird wohl ein stiller Ort werden. Immer noch besser als ein „stilles Örtchen“… Soll sie doch an sich selbst zugrunde gehen – Soll sie doch zerfallen diese Anhäufung wacklig gestapelter Homo Sapiens-Klötzchen die wir Gesellschaft nennen. Vielleicht gibt es momentan keine Alternative in eine gesündere Zukunft.

Die Ohrfeige

Wo ist sie uns nur abhanden gekommen? Diese schwungvolle, halbmondförmige Wischbewegung aus besseren Tagen. Die Bildsprache die zu sagen schien: „Ich wische meine Probleme weg – selber schuld wenn dabei dein Gesicht im Weg ist!“. Die guten alten Zeiten in denen man seine Frau noch ohrfeigen konnte und sich somit stunden an zermürbender, hohler Diskussionen ersparen konnte sind vorbei! Erinnert euch an diesen Klang, dieser raumfüllende, akustische Orgasmus, der wie ein gezielter Schuss aus einer präzisen Handfeuerwaffe das Ende des Disputs einläutete – Muss das eine schöne Zeit gewesen sein!

All zu oft verfalle ich in melancholisch ausklingende Euphoriezustände sehe ich mir die guten alten Filme der 70er Jahre mit Gérard Depardieu an. Cineastische Meisterwerke in denen er mehr Frauen ohrfeigt als Sätze spricht – herrlich. Doch wo genau hat die Ohrfeige aufgehört gesellschaftsfähig zu sein? Wie kann es sein, dass die Frau von heute bereits rot sieht wenn man sie aus versehen ein wenig schubst? Warum muss man als Mann heute schon angst haben verklagt zu werden wenn man seine Freundin mit einem Kopfkissen bewirft? Was läuft hier schief, liebe Votzenknechte? Ich kann keine erkennbare Anspruchsgrundlage der Frauen ausmachen. Denn nicht nur, dass dem Mann die Ohrfeige genommen wurde, die Frau hat sie sich gekrallt, für sich zweckentfremdet, angepasst und nutzt sie nun ihrerseits. Hier ein Beispiel: Als Mann eine Frau ohrfeigen, egal aus welchem Grund = Schande, (sehr) schlechter Stand in der Gesellschaft, evtl. Gerichtsverfahren und Schmerzensgeld. Frau ohrfeigt Mann, zB. hat er sie in beliebiger Form hintergangen = Rückhalt in der Gesellschaft, Mitgefühl für die Frau, zwar Möglichkeit sie zu verklagen, jedoch mit dem Ergebnis, dass der Richter dich mit den Worten: „Geh nach hause du Lappen und häng deine Eier in warmes Wasser“. entlässt.

Die Gesellschaft ist längst nicht mehr pro Jungs wie es hängen gebliebene, nach Ökowaschmittel stinkende, humorlose Feministinnen immer noch hartnäckig zu behaupten pflegen. „It’s a Man’s world“, wie James Brown es einst formulierte, war mal. Vielleicht haben wir ja kein bock mehr auf die „Welt“ – sollen die Frauen sie doch haben jetzt wo wir alles verseucht haben. Vielleicht sind wir aber doch eher an diesem einen entscheidenden Punkt zu blind zu erkennen, dass die Frau einen Krieg gegen uns führt den wir durch reine Ignoranz und ein abtuendes Lächeln nicht für uns entscheiden werden, bzw. nicht für uns entscheiden konnten! Denn ich werde das Gefühl nicht los, dass der Mann gegenüber des verwirrten Geschlechts, also des weiblichen, bereits heute als Verlierer dasteht – vor allem jüngere Generationen. Der Krieg ist an uns vorbei gegangen, und was noch viel schlimmer ist, die Niederlage auch! Was uns noch zugesprochen wird, ist ein scheinbarer, zweifelhafter Vorteil auf dem Arbeitsmarkt. Super! Nicht nur, dass das absolut für den Arsch ist wie Analsonden (http://de.darthipedia.wikia.com/wiki/Analsonde), nein selbst diesen „Nachteil“ will die Frau sich nicht gefallen lassen – Und mit nicht meine ich nicht! Ich träume nachts von einer flächendeckenden Erleuchtungsflut, die die Masse Frau über nacht endlich zu einem eigenständig denkenden Wesen zu machen vermag. Mit höchster Wahrscheinlichkeit haltlose Gedankenwichse, doch der Traum soll erlaubt sein.

An jenem Tage, an dem der Mann sich die Ohrfeige als Mittel seiner Kriegsführung hat nehmen lassen, hatte er diesen Krieg bereits verloren. Es sind mir eindeutig zu viel weichgespülte, folgsame „Männer“ auf unseren baufälligen Straßen unterwegs. Ja liebe Männer wir sind die Verlierer der Gesellschaft und am deutlichsten zeigt sich dies heute, unter anderem,  in den Schulen und im sozialen Bereich. Die Zukunft gehört den Frauen – dieser Krieg ist verloren – Und es gibt keine Aussicht auf Revanche. Denn was der Mann nicht geschafft hat wird die Frau mit Leichtigkeit zu ende bringen. Die Vernichtung allem „vernichtbaren“.

Verliert euren Humor nicht liebe Menschen und auf dass die neuen

Weltführer gnädig mit uns sein mögen,

DerLabersack